solid bubbles

Studio Raumgestaltung WS2021
betreut durch Christoph Falkner

 

Thema: ausstellungsraum/raumausstellung

 

Die im Zuge des Studios Raumgestaltung entstandene Raumfolge besteht aus mehreren, zu Zylinderscheiben abstrahierten Kugeln. Durch die Fügung und Verschneidung bilden sich besonders vielseitige Räume.


analyse

Durch das Untersuchen von Innenräumen, Außenräumen und Schwellenräumen wurde das Raumverständnis vertieft und ein grundlegendes Wissen über Form, Material und Licht geschaffen. 

Außenraum

Durch die Untersuchung des unmittelbaren Umfelds des Bauplatzes wurden bestehende Strukturen und Bewegungsabläufe untersucht und Anknüpfungspunkte abgewogen.

 

Der Stadtpark von Wien zeigt sich hier als stark differenzierter Ort. Zum einen gibt es die U-Bahn Haltestelle, die stark von Bewegung und Hektik geprägt ist, zum anderen die ruhige Parklandschaft, die zum Verweilen und Träumen einlädt. Verbunden werden diese zwei Extrema durch den Durchwegungsbereich mit Spielplätzen, Sportgeräten und Kunstinstallationen.

 

Innenraum

 

Die besondere Stimmung, welche durch Licht erzeugt werden kann wird seit vielen Jahrhunderten im Kirchenbau berücksichtigt. Innsbesondere in der Gotik wurde besonders viel Wert darauf gelegt eine besondere Lichtstimmung zu erzeugen.

 

Durch den Einsatz von hohen, bunten Glasfenstern wird ein "vorhimmlischer Raum" geschafften, welcher Gläubige und sogar nicht Gläubige für einen Moment innehalten lässt. Durch den Kontrast zu den dunklen Bereichen wirken die beleuchteten Stellen umso kräftiger. Teilweise lassen sich sogar Farbspiele von den bunten Scheiben an Boden und angestrahlten Säulen beobachten.


Schwellenraum 

Ein sehr spannender Schwellenraum verbirgt sich zwischen Blutgasse und Grünangergasse. Geprägt durch Niveauunterschiede und nur durch schmale Gassen und Durchwege erreichbar, eröffnen sich mehrere kleine Innenhöfe. Besonders eindrucksvoll tragen hier die begrünten Balkone zur Raumwirkung bei. Man möchte meinen man befindet sich an einem ganz anderen Ort, das Treiben der Stadt wirkt weit entfernt.

konzept

Durch die Analyse von vielfältigen Raumbeziehungen entsteht der Grundgedanke von ineinander verketteten und verschnittenen Volumina. Wichtig ist es dabei eine möglichst vielseitige Benutzung zu ermöglichen und auch die Belichtung wird als maßgebliche Komponente ins Konzept aufgenommen. 

In ersten versuchen wird dabei der Raum auf das einfachste Volumen, die Kugel reduziert, die entstehenden Verschneidungen werden dadurch besonders stark in ihrem Ausdruck. Mit Hilfe eines Tonmodells werden dabei dynamisch Raumbeziehungen und Belichtungsmöglichkeiten untersucht.

In weiteren Arbeitsschritten wird das Modell abstrahiert. Anstelle von Kugeln treten nun Zylinderscheiben, wodurch eine gewisse Dynamik entsteht.

Die entstandenen Zylinderscheiben werden im letzten Schritt nun auch zueinander verschnitten, die Dynamik des Raumgefüges steigert sich so umso mehr. Die Einzelnen Ringelemente aus Betonfertigteilen lassen sich hierbei vielseitig nutzen. Je nach Durchmesser, Breite, Niveauunterschied zum Nebenglied, etc. dienen sie zur vertikalen Erschließung, als Sitzgelegenheit oder auch für diverse sportliche Betätigungen. Grenzen sind hierbei nur durch die Kreativität der Nutzer gesetzt.

erschließung

Die Erschließung erfolgt zum einen über die U- Bahn Station im Nordwesten, zum anderen über den Ausgang zum Park im Osten. Durch diese zwei Erschließungsmöglichkeiten entsteht ein steter Bewegungsfluss.

Besonderes Augenmerk ist auf die Eingliederung in die Umgebung gelegt. Trotz der großzügigen Dimensionen wird nur ein minimaler Eingriff in die umgebende Parklandschaft benötigt. Die geschwungenen Formen aus Beton bilden eine Symbiose mit den Pflanzen des Parks. Der genau über dem Hauptraum befindliche Baum wird dabei sogar erhalten indem er nach unten in verpflanzt wird.